Erhaltungszuchtverein für Rasse- und 

Ziergeflügel „Ornis“ 1904 e.V. Schifferstadt

Wissenswertes über den EZV Ornis 1904 e.V. Schifferstadt:

 

Am 15. Juni 1904 trafen sich die Herren: Hermann Zeller (Obermüller), Gottlieb Trucksees (Schmied), Friedrich Wunder (Buchhändler), Michael Kamb (Schneider), Otto Rolshoven (Jagdaufseher), Wilhelm Aprell (Kaufmann), Adam Rückert (Schlosser) und Dr. Wilhelm Schwan (Arzt) auf Einladung von Dr. Schwan im Gasthaus „Zur Rheinpfalz“, zur Gründung des Nutzgeflügelzuchtvereins „Ornis“ Schifferstadt. Ziel sollte die Zucht und Haltung von Rassegeflügel im Sinne von Robert Oettel (Gründer des ersten „Hühnerologischen Vereins“ im Jahre 1852 in Görlitz) sein. Am 26. und 27. November 1905 fand die erste Geflügelausstellung in der „Kanne“ statt.

 

Welche Ziele verfolgt der Verein?
Zucht und Arterhaltung des Rasse- und Ziergeflügels in Bezug auf Leistung und Schönheit als wertvolle Genreserven für nachfolgende Generationen.
Dass hierbei auch Eier und Fleisch für den eigenen Verzehr anfallen, ist „nur“ ein Nebeneffekt, der aber immer wieder von den Medien stark betont wird. Wir haben jedoch mit den Wirtschaftsgeflügelzüchtern nichts zu tun, die nur auf diese Punkte Wert legen.
Ferner legen wir großen Wert auf die artgerechte Haltung unseres Geflügels.

 


Abteilungen im Verein:

  • Es gibt die Senioren- und die Jugendgruppe

  • An Geflügel gibt es folgende Gruppierungen:

    • Großgeflügel: Puten und Perlhühner

    • Wassergeflügel: Gänse und Enten

    • Hühner

    • Zwerghühner

    • Tauben

  • Beim Ziergeflügel unterscheidet man in:

    • Hühnerartige: Fasanen, Rebhühner, Wachteln, Urhühner, usw.

    • Wild- und Ziertauben

    • Wasserziergeflügel:
      Gänse und Enten die in der freien Natur vorkommen

 

Erfolge oder denkwürdige Ereignisse:
Zahlreiche Kreis-, Landes- und Deutsche Meisterschaften, Bundessiegertitel, Europameistertitel und Europachampionate der einzelnen Aussteller mit ihren jeweiligen Rassen.

  • Jahrzehntelang sind wir schon Ausrichter der Kreisgeflügelschau des Kreisverbandes Ludwigshafen am Rhein.

  • Mitarbeit bei rund 10 Landes- und Landesziergeflügelschauen des LV Rheinland-Pfalz.

  • 2004 feierten wir unser 100jähriges Bestehen

  • Teilnahmen am Rettichfestumzug

  • In den 70er Jahren mehrfach Teilnahme am Rettichfest

  • 2005 Bau des Vereinsheimes, vorrangig als Lager für unser Ausstellungsmaterial

  • Von 2010 bis 2014 mehrmals jährlich Geflügel- und Kleintiermarkt und „Schifferstadter Hallenflohmarkt“

  • 2011 bis 2012 Ausschank bei der LV-Schau Rheinland-Pfalz in Pirmasens

 

Mitgliederentwicklung
Die Zahl der Mitglieder beträgt seit der Gründung stets zwischen 80 und 100 Personen. Während der Kriegs- und Nachkriegszeit stieg sie jedes Mal auf mehr als 500 an um dann auf den gewohnten Stand wieder abzufallen. Grund hierfür war, dass die Mitglieder Futter zugewiesen bekamen, das von Vereinsmitgliedern - teilweise mit Pferdefuhrwerken die bis nach Nürnberg fuhren – geholt wurde. Außerdem kam die Bevölkerung so leichter an Bruteier und Tiere, die zur Selbstversorgung dienten.


Zukunftsperspektive
 

Ist in der gesamten Rasse- und Ziergeflügelzucht eher als schlecht zu bewerten, da in der heutigen Zeit andere Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung stehen, bei denen man sich nicht ständig um Lebewesen kümmern muss. Die Tiere bedürfen der täglichen Hege und Pflege. Dies ist ein zeitlicher und finanzieller Aufwand, zu dem nicht jeder bereit ist.
Zudem werden die aktiven Züchter immer weniger, da sich Beschwerden über krähende Hähne und die
„Geruchsbelästigung“ immer mehr häufen. Zum Züchten ist jedoch ein Hahn unabdingbar => OHNE HAHN KEINE KÜKEN!

 

Die große Nachfrage an Tieren bei unseren Geflügelmärkten und nach unserer Vortragsreihe „Hühnerhaltung für Jedermann“ zeigte jedoch, dass in den letzten Jahren der Trend nach eigenen Hühnern wieder nach oben geht und sei es nur um „eigene“ Eier essen zu können. Dies sind meist jedoch keine aktiven Züchter, sondern lediglich Hühnerhalter, da die meisten keinen Hahn wollen oder halten dürfen.
 

Weshalb lohnt sich eine Mitgliedschaft im Verein?
Weil man bei uns den Umgang mit Tieren lernen kann, die Brut und das Aufwachsen eines Tieres miterlebt und das Verhalten des Geflügels verstehen lernt.

 

Dies alles um zu sehen, dass es nicht damit getan ist, in den Supermarkt zu gehen und „Hühner“ zu kaufen.
Es muss auch etwas dafür getan werden, dass nachfolgende Generationen noch wissen, wie sich das Krähen eines Hahnes, das Schnattern einer Gans und das Gurren einer Taube anhört und wie die Tiere aussehen. Dass wir dabei auf einem guten Weg sind, bewies die hohe Besucherzahl bei der Präsentation von „Hoppelhausen“ in der Postgalerie Speyer in der Osterzeit 2013 und die vielen interessierten Besucher bei den Tiermärkten, bei der Kreisschau in der Waldfesthalle und der 2016 begonnenen Vortragsreihe „Hühnerhaltung für Jedermann“.


Mitgliederzahl und Jahresbeitrag
Zurzeit sind bei uns 68 Erwachsene und 4 Jugendliche organisiert.
14 davon sind aktive Züchterinnen und Züchter. Unser Jahresbeitrag beträgt 20 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Jugendliche.
Darin sind die sechswöchigen Impfungen der Hühner gegen die Newcastle-Krankheit (atypische Geflügelpest) pro Jahr enthalten. Diese Impfung ist seit Jahren vorgeschrieben und zieht bei Nichteinhaltung empfindliche Strafen nach sich, die bis in den 5stelligen Bereich gehen können. Für weitere Informationen klicken sie bitte hier.

 

Aktionen und Veranstaltungen

  • Kreis-, Kreisjugend- und Kreisziergeflügelschau, die nächste am 16. und 17. November 2019 in der Waldfesthalle.

  • Mitgliederversammlungen

  • Arbeitseinsätze

  • Weihnachtsfeier

  • Züchterabend bei der Kreisschau

  • Präsentation unseres Hobbys bei verschiedenen Veranstaltungen

  • Besuch von Schulungen und Versammlungen in Kreis- und Landesverband

  • Besuch von regionalen und überregionalen Ausstellungen, z.T. als Aussteller/Ausstellerin

 

Wappentier

Unser Wappentier ist ein Onagadori-Hahn.

Genetisch bedingt wächst der Schwanz jedes Jahr bis ins hohe Alter weiter und kann bis zu 14 Meter lang werden. Onagadori können bei traditioneller Haltung bis zu 20 Jahre alt werden.

Die Eigenschaft des unbegrenzten Schwanzwachstums findet man jedoch heute nicht mehr überall, da durch das Verbot, Tiere aus Japan zu ex- und importieren, der Genpool mittlerweile sehr klein ist. Aus diesem Grund wird teilweise auf die Genetik anderer Langschwanzrassen wie Shokoku oder Totenko zurückgegriffen, was für die europäische und japanische Zucht ein Problem darstellt, da auch dort die Tiere sehr eng miteinander verwandt sind.
https://de.wikipedia.org/wiki/Onagadori

 

 

Nützliche Links zu unseren Dachverbänden
 

Ornis Schifferstadt

www.Ornis-Schifferstadt.de


LV Rheinland-Pfalz:

www.rassegefluegel-rheinland-pfalz.de
 

Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter:

www.bdrg.de
 

Ansprechpartner:
1.Vorsitzender: Max-Peter Schmitt
Schriftführer: Werner Effler
Kassierer u. Ringverteiler: Stefan Reiser
Tier- und Artenschutz: Oliver Hering


Interessierte können sich gerne bei uns (hier) melden oder bei unseren Veranstaltungen vorbeikommen. Hier erfahren sie dann das Wesentliche über die Rasse- und Ziergeflügelzucht und werden bei der Anschaffung und Haltung von Tieren beraten und unterstützt.

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